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Boeren-Leidse met sleutels gtS

      Boeren-Leidse met sleutels PDO
      Boeren Leidenkaas
      Queso Leyden
      Komijnekaas













Die Käseherstellung in den Niederlanden hat eine lange Tradition. Bereits im Mittelalter handelten die holländischen Kaufleute mit Käse und exportierten diesen auch ins Ausland. Auch rund um die Stadt Leiden in der Provinz Südholland im Westen der Niederlande wurde viel Käse hergestellt. Der Käse, der in der Umgebung hergestellt und dann in Leiden verkauft wurde, bekam vor rund 300 Jahren den Namen Leidse Kaas, gleichzeitig wurde auf seine Rinde das Stadtwappen von Leiden, zwei gekreuzte Schlüssel, angebracht. Dieses Wappen trägt der Boeren-Leidse met sleutels auch heute noch und ist auch Teil des Namens (“mit Schlüsseln”) geworden.

Boeren-Leidse met sleutels war ursprünglich nur eine Resteverwertung. Die Bauern entrahmten die Milch, um aus dem Milchfett haltbarere und besser verkäufliche Butter zu machen. Um die übrig gebliebene leicht verderbliche entrahmte Milch nicht wegschütten zu müssen, wurde daraus Käse hergestellt. Dieser Käse aus teilentrahmter Milch ließ sich besser lagern und verdarb aufgrund des niedrigeren Fettgehalts auch bei höheren Temperaturen nicht so schnell wie Käse aus Vollmilch. Außerdem rieben die Bauern ihren Käse mit Colostrum (Erstmilch von frisch gekalbten Kühen) ein, das Mikroorganismen enthält, die antibakteriell wirken, was die Haltbarkeit zusätzlich verlängerte. Daher war der Käse aus Magermilch beliebter Schiffsproviant der niederländischen Seefahrer. Da das Herstellungsgebiet auch nahe der großen See- und Handelshäfen Rotterdam und Amsterdam lag wurde er auch frühzeitig ins Ausland verkauft und in die niederländischen Gebiete in Übersee verschifft.

Noch bis vor 200 Jahren war der haltbarere Boeren-Leidse met sleutels in den Niederlanden beliebter und verbreiteter als der mittlerweile weltbekannte Gouda.

Das Colostrum, mit dem der Boeren-Leidse met sleutels eingerieben wurde, war mit Annatto (E160b, ein natürlicher Farbstoff aus den gemahlenen Samen des amerikanischen Annattobaums) gefärbt, was dem Käse eine typische rotbraune Rinde gab. Auch heute noch ist die rote Rinde mit den eingeprägten gekreuzten Schlüsseln ein typisches Merkmal für den Boeren-Leidse met sleutels, der Überzug wird aber heutzutage künstlich hergestellt.



Beschreibung



Fertig gereifter Boeren-Leidse met sleutels hat eine zylindrische Form mit eher scharfen Kanten und einer charakteristischen rot-braunen Rinde. In der Rinde sind deutlich sichtbar die beiden gekreuzten Schlüssel erkennbar. Außerdem ist die Zahl “30+” eingeprägt, die sich auf den Fettgehalt von mehr als 30% i.Tr. bezieht. Das Gewicht eines Laibes beträgt zwischen 3 und 9 kg. Der Teig des Boeren-Leidse met sleutels ist strohgelb und mit graubraunen Kreuzkümmelsamen durchsetzt. Die Konsistenz ist elastisch und schnittfest und wird mit zunehmender Reife fester und trockener, so dass sich gereifter Boeren-Leidse met sleutels auch gut reiben lässt. Der Geschmack ist mild-aromatisch, leicht säuerlich und mit einem deutlichen Kreuzkümmelaroma. Mit zunehmender Reife wird der Geschmack kräftiger.




Zertifizierung



PDO (Protected Designation of Origin)(ES). Erstzulassung 1997


Bio-Produktion



  Nein


Vegetarisches Produkt



  Nein


Diätetisches Lebensmittel



  Nein


Laktose-freies Produkt



  Nein



NÄHRWERT




Kalorien



   253 kcal auf 100 gr.


Protein



   26.5 - 32 gr. auf 100 gr.


Fett



   16.5 - 22 gr. auf 100 gr.


Fett in Trockenmasse



   30 - 45 %


Solids



   59 %


Feuchteanteil



   40.6 %



MAKROELEMENTE




(Ca) Calcium



  1030 mg. ( + 17% )*


(Na) Natrium



  740 mg. ( 9% )*


*(der Unterschied vom Mittelwert)



Statistik



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18 08 2016 -  Datum der Veröffentlichung des Artikels
04 12 2016 -  Datum der letzten Bearbeitung


Boeren-Leidse met sleutels PDO. Foto № 1
Boeren-Leidse met sleutels PDO. Foto  № 3



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