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Picodon AOP

      Picodon PDO













Die Ursprünge des Picodon gehen bis in das 14. Jahrhundert zurück. Die Departements Drôme und Ardèche gehörten lange Zeit zu den Departements mit den größten Ziegenbeständen in Frankreich. Da die Milchproduktion der Ziegen über die Wintermonate praktisch zum Erliegen kam, mussten die Bauern Ziegenkäse herstellen, um wenigstens einen Teil Ziegenmilch für den Winter zu konservieren. Der für die Winterzeit bestimmte Käse wurde in Blätter eingewickelt und in einem bitcho (eine Art Tontopf mit zwei Henkeln) aufbewahrt. Alle vierzehn Tage wurde der Käse aus dem Topf genommen, gewaschen und in neue Blättern eingepackt. Durch diese Methode konnte der Käse lange haltbar gemacht werden und so seinen charakteristischen Duft und Geschmack annehmen. Aus dieser Methode der Haltbarmachung entwickelte sich die auch heute noch angewendete “méthode Dieulefit”. Die erste schriftliche Erwähnung des Picodon stammt erst relativ spät aus dem 19. Jahrhundert. Während dieser Zeit war der Picodon beliebte Handelsware. So beliebt, dass der zwischen Dieulefit und Montélimar verkehrende Zug den Beinamen “Le Picodon” erhielt, weil ihn die Käsemeister zum Transport des Picodon benutzten und der Käse in den Zugabteilen den charakteristischen Duft nach Käse hinterließen. Nach den EU-Vorgaben darf der Picodon nur in den Gemeinden der Departements Ardèche und Drôme sowie in allen Gemeinden der Bezirke von Valréas (Departement Vaucluse) und des Bezirks von Barjac (Departement Gard). Die Milch darf nur von Ziegen der Rassen Alpine, Saanen oder aus Kreuzungen dieser beiden Rassen bzw. von Tieren lokaler Herkunft stammen, die zu mindestens 80% mit Grünfutter gefüttert werden müssen. Silagefütterung ist verboten.



Beschreibung



Fertig gereifter Picodon hat die Form einer kleinen runden Scheibe mit einem Durchmesser zwischen 5 bis 7 cm, einer Höhe von 1,8 bis 2,5 cm und einem Mindestgewicht von 60 gr. Die Rinde des Picodon ist fein und mit blassgelbem oder weißem Schimmelpilz, der eventuell bläuliche Flecken aufweist, überzogen. Der Teig ist weiß oder gelb von homogener und feiner, weicher Konsistenz, die nach längerer Reifung bröckelig werden kann. Picodon hat einen reinen Geschmack und ist weder zu salzig noch zu säuerlich. Picodon, der nach der “méthode Dieulefit” gereift wurde hat durch die Waschungen und der längeren Lagerung etwas kleinere Maße mit einem Durchmesser von 4,5 cm bis 6 cm, einer Höhe von 1,3 bis 2,5 cm und einem Mindestgewicht von 45 gr. Die Oberfläche ist weiß, elfenbeinfarben, grau oder hell cremefarben mit einigen Farbspuren. Der Teig ist leicht marmoriert, die Konsistenz ist fein, regelmäßig und weich. Er hat einen reinen, leicht würzigen Geschmack



Kochen



Picodon eignet sich gut auf einer Käseplatte als Abschluss eines Mahles. Man kann den Käse auch gut grillen und zu Salat reichen. In seiner Heimat wird der Picodon gerne als zweites Frühstück verzehrt. Picodon lässt sich ausgezeichnet in Weißwein, Obstbränden oder Olivenöl einlegen.




Zertifizierung



PDO (Protected Designation of Origin)(ES). Erstzulassung 2009

AOC (Appellation d'origine contrôlée)(Fr). Erstzulassung 1983


Vegetarisches Produkt



  Nein


Diätetisches Lebensmittel



  Nein


Laktose-freies Produkt



  Nein



NÄHRWERT




Kalorien



   310 kcal auf 100 gr.


Fett



   23 gr. auf 100 gr.


Fett in Trockenmasse



   40 - 45 %


Kohlenhydrate



   1 gr. auf 100 gr.


Salz



   1.4 gr. auf 100 gr.


Gesättigte Säure



   18 gr. auf 100 gr.



MAKROELEMENTE




(Na) Natrium



  560 mg. ( 31% )*


*(der Unterschied vom Mittelwert)



Statistik



9,6 -  Individuelle Besuche pro Monat (Durchschnitt)
257 -  Nur einzelne Besucher
28 11 2016 -  Datum der Veröffentlichung des Artikels


Picodon PDO. Foto № 1
Picodon PDO. Foto  № 2



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